Eure externen Berater werden gerade stock-fotografiert

17. Juni 2026

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Ich verantworte eine ganze Reihe von Lieferantenverträgen in unserem Unternehmen, einige davon mit externen Freelance-Beratern. Gestern habe ich mit einer von ihnen über unsere Konditionen für die nächsten sechs Monate gesprochen. Sie hat erzählt, wie sich ihre Arbeit in den letzten zwei Jahren verändert hat. Welchen Wert sie heute auf den Tisch legt. Wir haben über ihren Tagessatz gesprochen. Und dann hat es mich getroffen: Freelance-Berater stecken gerade in einer ganz besonderen, KI-getriebenen Transition.

Als Fotografie digital wurde, hörten professionelle Fotografen nicht auf, gut zu fotografieren. Die Nachfrage nach Bildern ging nicht zurück. Sie explodierte. Was kollabierte, war die Bereitschaft, große Summen pro Bild zu zahlen - weil sich das Substrat unter ihrer Arbeit verändert hatte. Die Fähigkeit ging nicht verloren. Der Markt für die Fähigkeit schrumpfte.

Freelance-Berater erleben das jetzt. Die erfahrene Praktikerin, die eine Karriere darauf aufgebaut hat, "diese Domäne zu kennen", konkurriert jetzt mit einem kostenlosen KI-Chatbot, der die Domäne jedem, der fragt, selbstbewusst erklärt. Die KI hat manchmal Unrecht. Der Freelance-Fotograf auch. Und hier ist der Punkt: Die meisten Kunden akzeptieren "manchmal falsch und kostenlos" über "immer richtig gegen Honorar". Unternehmen werden für externe Freelance-Berater, die breite Themenfelder abdecken, keine astronomischen Tagessätze mehr zahlen.

Das heißt nicht, dass eure Berater an Wert verlieren. Es heißt, dass die Dinge, für die sie früher bezahlt wurden - das Briefing, der Erklärfoliensatz, das Orientierungsdeck - jetzt Tischvoraussetzung sind. Wofür sie weiterhin bezahlt werden können, ist die tatsächliche Umsetzung im Team (das Reden, das Überzeugen) und die Urteilskraft, die nur entsteht, wenn man in genau dieser Domäne ein paar Mal falsch lag.

Die Fotografie-Analogie lehrt uns: Es wird immer Nachfrage nach großartigen Freelance-Beratern geben. Der Markt ist nicht verschwunden. Er ist auf die Scheibe geschrumpft, die KI nicht replizieren kann. Ich glaube, es ist schlau zu wissen, welche spezifische Nicht-KI-Scheibe ihr als Organisation füllen müsst. Erst dann kontrahiert eure externen Berater gegen diese Scheibe.

Gedanken dazu? Findet mich auf Bluesky.