7. Juli 2026
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Wenn die Intelligenz selbst zur Commodity wird, hört der Anbieter auf, die Intelligenz zu verkaufen. Das ist keine Hypothese. Genau das ist der Pitch der Frontier Labs bereits geworden - wenn man die Produktankündigungen der letzten drei Quartale genau liest.
Warum das so ist: Der Abstand zwischen dem Besten und "gut genug" ist gerade geschlossen worden. Ein Open-Weights-Modell zu fünf Prozent des Preises reicht heute für die meisten Workflows aus, die ein Käufer laufen lässt. Wir haben eine Woche lang ein Experiment gefahren, mit mehr als 50 Entwicklern, die zum gleichen Schluss kamen: Für uns ist GLM 5.2 im Pi-Harness einfach gut genug für die meiste Arbeit im Agentic Coding. Wir sind endlich soweit, uns die riesige KI-Token-Rechnung vorzunehmen, die wir angehäuft haben.
Was bei den Frontier Labs im Regal übrig bleibt, ist nicht das Modell. Es ist der Vision-Layer, der Agent-Harness, das Browser-Tool, die Enterprise-Konsole, das SOC2-Paket, das regionsspezifische Hosting, das Safety-Tuning, das Audit-Log. Mit anderen Worten: die Klempnerei. Das ist jetzt das eigentliche Produkt. Die Token sind der Loss-Leader.
Das ist ein anderes Geschäft als das, welches Investoren in Frontier-Anbieter finanziert haben. Ein reines Inference-Geschäft ist ein Compute-Geschäft mit Compute-Margen. Ein Klempnerei-Geschäft liegt näher bei Enterprise-Software - mit den Vertriebskosten, Integrationszyklen und der Vertriebskomplexität, die dazugehören. Anthropic, das uns 2025 ein Modell verkauft hat, versucht 2026 eine Plattform zu verkaufen. Die Menschen, die eingestellt werden müssen, die Verträge, die unterschrieben werden müssen, die Art, wie Umsatz gemacht wird - alles verschiebt sich.
Gedanken dazu? Findet mich auf Bluesky.